Unsere neue Präsentation 2010 finden Sie im Downloadbereich unter dem Stichwort Neuigkeiten.
Wir machen Schule - das Netzwerk für Schulqualität im Main-Taunus-Kreis existiert nun über ein Jahr und die Schulleitungen sowie Kollegien sind einerseits zufrieden mit dem bisher Erreichten und wissen andererseits, dass noch ein langer, spannender Weg vor uns liegt.
Alle Schulen arbeiten neben den Schulleitungen mit ausgebildeten Steuergruppen, die den Qualitätsprozess professionell steuern.
Sie planen die schulischen Veränderungsprozesse, gehen dabei schrittweise und teamorientiert vor. Sie organisieren Beteiligung und haben die nachhaltige Implementierung der Innovationen mit im Blick.
Ich kann stellvertretend für die Weingartenschule sagen, dass die Organisation der Kolleginnen und Kollegen in Teams (Klassenteams, Jahrgangsteams sowie Fachteams) letztlich die tiefgreifendste Veränderung herbeigeführt hat. Alle Schulen sind auf dem Weg in Teamstrukturen und versuchen eine optimale Lösung für die jeweilige Schule vor Ort zu finden.
Nur mit Teamstrukturen ist es möglich, den Schüler individuell in den Blick zu nehmen. Nur Teams können notwendige Absprachen treffen, um den Unterricht kompetenzorientiert zu gestalten. Nur mit Teamstrukturen ist es möglich, die Bildungsstandards umzusetzen, um z.B. die überfachlichen Kompetenzen in den Jahrgängen gemeinsam zu planen. Nur mit Teamstrukturen ist Unterrichtsentwicklung möglich.
Was von den Kolleginnen und Kollegen zunächst als intensive zusätzliche zeitliche Belastung empfunden wurde, wird zunehmend Bereicherung und Entlastung gesehen. Der Austausch in den Teams, die alle regelmäßig mit klaren Strukturen und Aufgaben tagen, die Ergebnisse, die dort entstehen, die Absprachen, die Woche für Woche entwickelt werden, bringen die Schulen qualitativ um Quantensprünge gegenüber herkömmlichen Systemen voran.
Nicht zu unterschätzen ist dabei sicherlich auch der Aspekt, dass das Gefühl vieler Kolleginnen und Kollegen darin besteht, ausgepowert zu sein und als Einzelkämpfer die Belastung pädagogischer und organisatorischer Aufgaben als mehr und mehr unlösbar zu empfinden. Nach und nach weicht dieses Gefühl und man erkennt, dass durch Teamarbeit die Aufgaben in jeder Hinsicht besser planbar und umsetzbar sind und die gemeinsame Zeit dafür notwendig ist.
Ein weiterer erfolgversprechender Synergieeffekt ergibt sich in den wachsenden Kompetenzen der ausgebildeten oder in der Ausbildung befindlichen Lehrkräfte.
Alle Kolleginnen und Kollegen, die an der Steuergruppenausbildung von DYRDA&PARTNER teilnehmen, lernen u.a. pädagogisches Projektmanagement.
Das heißt, sie sind in der Lage, Arbeitspakete und Vorhaben gleich welcher Art, sei es nun eine Projektwoche im Wald, seien es notwendige Absprachen in Jahrgängen, seien Schülerentwicklungsprofile als Vorstufe zu Schülerportfolios zu planen, zielorientiert erfolgreich umzusetzen und nachhaltig in das Schulprogramm in das Zentrum der Schule als Organisation zu implementieren.
Alles, was wir in diesem letzten Jahr erreicht haben, trägt, zeigt Erfolge und bestätigt, dass die neuen Teamstrukturen effizient sind. Auch das macht allen Beteiligten Mut und gibt Zuversicht.
Nicht zu vergessen sind dabei die Hauptakteure des Geschehens, die Schülerinnen und Schüler, die zunehmend spüren, dass die Lehrerschaft ihnen anders begegnet als früher und ihnen deutlich mehr und Raum zum eigenverantwortlichen und selbstbestimmten Lernen gibt. Das lässt sie wachsen, macht sie "groß" und viele Schülerinnen und Schüler erleben ihre Lehrerinnen und Lehrer mehr als Helfer und Berater im Gegensatz zu früher, als Selektion und die Wahrnehmung dessen, was sie nicht konnten, im Vordergrund standen.
Erfreulich war ganz zu Beginn die Meldung, dass es allen Netzwerkschulen gelungen ist, in der Befragung der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und Kolleginnen und Kollegen einen Rücklauf von 80% zu organisieren.
Damit haben wir für für unsere Qualitätsentwicklung keine zufälligen, sondern repräsentative Entwicklungsergebnisse und zwar nicht nur aus der Sicht der Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch aus der Sicht der Eltern und Schülerinnen und Schüler.
Mittlerweile sind alle SEIS-Teams der Schulen einen erheblichen Schritt weiter gekommen. Die Daten wurden auf einer speziellen Tagung für den gymnasialen Bildungsgang und die Haupt- und Realschulzweige getrennt untersucht, weil die Schulen auch daran interessiert sind, wie die Schülerinnen und Schüler des verkürzten gymnasialen Bildungsganges im Jahrgang 6 gegenüber dem Jahrgang 8, der noch nach 13 Jahren das Abitur ablegen wird, denken und die Schule beurteilen. Auch die Meinungen der Eltern und Kollegen sind hierbei von zentraler Bedeutung.
Wir werden auf dieser Homepage bald noch mehr zu diesen Ergebnissen sagen können.
Momentan sind alle Gesamtschulen dabei, ein Qualitätsprogramm für die Schulen zu formulieren und dabei die Rückschlüsse aus den wichtigsten und relevantesten Daten zu ziehen. Hilfreich ist dabei auch der Vergleich der Netzwerkschulen untereinander, den wir als Referenzwert einforderten und einen Vergleich zu Gesamtschulen in der Bundesrepublik.
Im Nachhinein kann an dieser Stelle im Netzwerk gesagt werden, dass der Schritt mit SEIS ein notwendiger und wichtiger Schritt war und sein wird, denn wir werden uns in 2 Jahren wieder mit diesem Instrument evaluieren.
Bei dem Vergleich von Schulinspektion als externer Evaluation und SEIS als interner Selbstevaluation gibt es einige übereinstimmende Ergebnisse. Die Selbstevaluation der Schule (SEIS) führt jedoch zu einer stärkeren Identifikation der gesamten Schulgemeinde mit den Qualitätsfragestellungen und erleichtert die Entwicklung eines schulischen Qualitätskonzeptes. Bei SEIS bekommt die Schule zunächst die Rohdaten und anschließend eine von SEIS kommentierte Auswertung. Wir erhielten zusätzlich Hilfe von DYRDA&PARTNER, die uns bei der Interpretation der Daten halfen und den SEIS-Teams beibrachten, wie man mit den Daten umgeht, sie aufbereitet und als Qualitätsinstrument nutzt.
Ein weiteres Ergebnis der letzten Tagung beinhaltet den Beschluss der Netzwerkschulen sich gemeinsam, gesteuert und begleitet mit der Erarbeitung der Kerncurricula zu befassen. Die Netzwerkschulen können arbeitsteilig und somit kräftesparend sich dieser wichtigen Entwicklungsaufgabe widmen. Die Einführung der Bildungsstandards, die ohnehin ansteht, kann somit besser bewältigt werden.
Die bildungspolitische Debatte läuft derzeit darauf hinaus, Formen der Kooperation zu finden, um Brüche in der Biographie von Schülerinnen und Schülern zu verhindern - von daher steht die vertikale Vernetzung der Schulen an, wenn das Netzwerk modellhaft arbeiten will. Auf seiner letzten Tagung hat das Netzwerk einstimmig die Erweiterung des Netzwerks beschlossen, um weitere Schulen einzubeziehen, die die vertikale Vernetzung ermöglichen (Grundschule, Förderschule, Berufliche Schulen). Modellhaft sind damit dann alle Übergänge enthalten. Denkt man das Modell zu Ende, wird man eines Tages nicht umhin kommen auch Kontakt zu den Kindertagesstätten aufzunehmen
Damit die organisatorische Arbeit besser bewältigt werden kann, planen wir ein Bildungsbüro.
Wir streben bei diesen wichtigen zukunftsträchtigen Aufgaben die Unterstützung des Landes an.
Parallel suchen wir Sponsoren und Stiftungen, die unsere Arbeit unterstützen.
M. Freytag-Baumgartner, Juni 2009
Das Schuljahr 2008/09 ist in vollem Gange. Auch vom Netzwerk gibt es Einiges zu berichten. Hier die wichtigsten Fakten:
Der Vorstand hat Kontakt zur Wissensregion RheinMain aufgenommen. Es ist dies ein Zusammenschluss der Universitäten, großer Ausbildungsfirmen und allen an Bildung Interessierten. Die Kontaktaufnahme hatte zur Folge, dass ein Vertreter des Netzwerks nun zu allen künftigen Sitzungen und Mitarbeit eingeladen wird.
Mehr Informationen: http://www.wissensportal-frankfurtrheinmain.de
Die SEIS-Erhebung ist an allen Gesamtschulen abgeschlossen.
Der Bericht ist fertig gestellt. Mit Spannung erwarten wir die Kommentierung durch Mitarbeiter der Firma Dyrda & Partner.
Die ersten Nachschulungen von Unterrichtsentwicklern und Steuergruppen-Mitgliedern hat begonnen.
Die Steuergruppen-Nachschulung wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern als unglaublich informativ und interessant empfunden. Hier fließen nun erstmalig die unterschiedlichen Erfahrungen aller 6 Schulen bzw. Steuergruppen mit pädagogischem Projektmanagement aus mehreren Jahren zusammen und wir machen die Erfahrung, dass wir alle in hohem Maße voneinander profitieren.
Auch die Nachschulung der Unterrichtsentwickler wurde von Frau Franzen (Dy.& P.) mit den bereits erarbeiteten Materialien und Kompetenzraster aller Schulen verknüpft, so dass auch hier zunehmend mehr und intensiver als bisher die Arbeit an den einzelnen Schulen davon profitieren kann, wenn ein weiteres Team künftiger Entwickler die bisher geleistete Arbeit an den Schulen unterstützt, weiter entwickelt und den Prozess nachhaltig werden lässt.
Die ersten beiden Treffen im Qualitätszirkel der Hauptschule haben sehr erfolgreich begonnen.
Zu Beginn des neuen Jahres wird ein weiterer Qualitätszirkel zum Thema Unterrichtsentwicklung beginnen. Achten Sie auf die Termine, sie werden hier und im Lo-net bekannt gegeben.
Einige Schulungen zum Lo-net an den Schulen haben dazu beigetragen, dass die Plattform mehr und mehr zum Austausch genutzt wird. Wir hoffen auf weitere interessante Materialien zum Einstellen.
Nutzen Sie die Advents- und Weihnachtstage um die Ruhe und die vielen hellen Lichter zu geniessen.
Im Namen aller Netzwerkverantwortlichen wünsche ich frohe und besinnliche Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2009.
Mit freundlichen Grüßen
M. Freytag-Baumgartner
Sprecherin und Vorstand des Netzwerks